Kostenfalle beseitigen

Haben Sie den richtigen Wasserzähler?

Wasserzähler
Seit dem 1. Juli 2007 berechnen die Berliner Wasserbetriebe einen Grundpreis, der sich nach der Durchlassfähigkeit (Qn-Wert) des installierten Wasserzählers richtet. Welchen Qn-Wert Ihr Wasserzähler hat, sehen Sie an der Zahl auf dem Ziffernblatt (in der nebenstehenden Abbildung ist es Qn6).
Je höher der Qn-Wert des Zählers ist, desto mehr zahlen Sie.



Ein einfaches Beispiel: bei 200 Kubikmeter Wasserverbrauch zahlen Sie pro Jahr

Qn 2,5:45,33 € Grundpreis
Qn 6:362,66 € Grundpreis

Also das Achtfache. Hinzu kommen noch die Preise für den Trinkwasserverbrauch, das Niederschlagswasser und ggf. das Fäkalwasser.
Für die meisten Häuser, die nur mit Spülkästen ausgestattet sind, reicht ein Qn-2,5-Zähler. Haben Sie stattdessen einen Qn-6-Zähler im Haus, zahlen Sie in Berlin über 300 Euro zuviel.
Die Wasserzähler sind zumeist vor vielen Jahren eingebaut worden, als in den Häusern die WCs mit Druckspülern betrieben wurden. Dafür war ein Zähler mit hoher Durchlassfähigkeit gerechtfertigt. Jetzt ist vielerorts auf Spülkästen umgestellt worden, die mit einem geringen Wasserdruck im Haus auskommen. Weder die Berliner Wasserbetriebe noch der Senat haben die Wasserkunden über die gravierenden Preisunterschiede aufgeklärt.
Wir helfen Ihnen, zuviel gezahltes Geld von den BWB zurück zu holen. Benutzen Sie unser Musterschreiben, das wir unten zum Download anbieten, oder unsere Ausfüllhilfe (klicken Sie unten auf Ausfüllhilfe). Außerdem stellen wir Ihnen zur Information den Fragebogen vor, den Ihnen die BWB zusenden werden.

Wer braucht welchen Zähler?

Gemäß dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 21.04.2010 (VIII ZR 97/09) soll zur Dimensionierung der Wasserzähler ausschließlich der Empfehlung des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) Arbeitsblattes W 406 gefolgt werden.
Diese ist einfach ausgerichtet und besagt, dass bei Häusern mit bis zu 30 Wohnungen (Spülkästen) ein Zähler Qn 2,5 m³/h ausreichend ist. Für den Fall, dass noch Druckspüler eingesetzt sind, beträgt die maximale Anzahl 15 Wohnungen. Einige Experten, die selber Tests durchgeführt haben, sind sogar der Meinung, dass ein Zähler der Größe Qn 2,5 m³/h für bis zu 100 Wohneinheiten ausreichend sein kann.
Bei zu großen Zählern steigt nicht nur der Grundpreis, sondern auch der Verbrauchspreis! Das kommt daher, dass die großen Zähler noch nach Ende der Wasserentnahme eine kurze Zeit (bis zu 40 Sekunden) „nachlaufen“, d.h. weiterzählen, obwohl gar kein Wasser entnommen wird.

Ich bin Mieter - Was geht mich das an?

Auch als Mieter sind Sie von einem hohen Grundpreis für das Wasser betroffen, selbst wenn Sie in Ihrer Wohnung einen eigenen Wasserzähler haben. Der Grundpreis wird zusätzlich zu Ihren Verbrauchskosten auf die Miete umgelegt!
Deshalb raten wir Ihnen: erkundigen Sie sich beim Hausbesitzer/der Wohnungsbaugesellschaft/dem Verwalter nach der Qn-Größe des Hauptwasserzählers. Weisen Sie bei zu groß dimensionierten Zählern auf die Einsparmöglichkeit hin. Sie werden das Ergebnis in der Betriebskostenabrechnung sehen.

Ich habe weitere Fragen

Hier können Sie weitere Fragen direkt an uns stellen. Wir bemühen uns, sie schnell und kompetent zu beantworten.